Wednesday, April 02, 2008

Follow Thomas Mann´s footprints







Last Sunday´s trip took us to Davos, where we went uphill to the famous Schatzalp, where the famous Sanatorium for lunge diseases is placed. Thomas Mann and his wife spent several months in this "magic mountain" ,where he got the inspiration for his famous novel "Der Zauberberg"



Thomas Mann: Der Zauberberg Der Roman von Thomas Mann, entstand von 1913 bis 1924 und erschien 1924. Im Jahre 1912 verbrachte Thomas Manns Frau mehrere Monate in einem Davoser Lungensanatorium; die Eindrücke, die der Autor bei seinen Besuchen empfing, bewogen ihn zu einer »Art humoristischem Gegenstück« zu seiner Erzählung "Der Tod in Venedig" (1912). Anstelle des etablierten Künstlers Gustav von Aschenbach sollte nun ein unbekannter Bürgersohn (Hans Castorp) stehen, als Pendant zum Verführer Tadzio erscheint die »Asiatin« Clawdia Chauchat, Symbol für den Niedergang ist statt der Cholera nunmehr die Tuberkulose. Der Erste Weltkrieg führte, im Sommer 1915, zur Unterbrechung der Arbeit, die erst 1919 wieder aufgenommen wurde. War der Krieg von Mann zunächst als Läuterung einer verfallenden Zeit gesehen worden, so ist ihm am Ende jedes positive Moment genommen. Der auf zwei Bände angwachsene Roman weiterte sich zum Zeitroman aus, zur Kritik an spätbürgerlichen Lebens- und Denkformen der Vorkriegszeit, deren Repräsentanten auf dem »Zauberberg« versammelt sind; zugleich aber treibt Thomas Mann seine leitmotivische Erzähltechnik, sein ironisches Spiel mit Bildungszitaten und Weltanschauungen in diesem Buch so weit voran, daß die Forschung das Werk als Bildungsroman, als »intellektuellen« oder »metaphyischen« Roman zu verstehen suchte. Der früh verwaiste Hamburger Patriziersohn Hans Castorp besucht nach bestandenem Ingenieur-Examen vor dem geplanten Eintritt in eine Schiffsbauwerft seinen lungenkranken Vetter Joachim Ziemßen in einem Sanatorium in Davos. Zunächst befremdet über die »hier oben« herrschende Lebensart, ordnet er sich zögernd in den Kurbetrieb ein, der, selbst auf Profit ausgerichtet, die Patienten aus ihren gewohnten bürgerlichen Verhaltensweisen reißt, sie in einen Zustand der Zeitlosigkeit und Pflichtvergessenheit versetzt: »Man ändert hier seine Begriffe«, prophezeit Joachim Ziemßen seinem Besucher. Anspielungen auf den Hades der Antike, auf den Hexenberg in Goethe "Faust" oder den Venusberg in Wagners "Tannhäuser" begleiten die Beschreibung des »Zauberbergs«, eine mystische, traumverlorene Welt, in jeder Hinsicht das Gegenbild zum »Flachland« und der dort herschenden Ordnung und Disziplin.
Drei Wochen will Hans Castorp zunächst zu Besuch in Davos bleiben, eine leichte Erkältung führt schließlich zu einer Verlängerung seines Aufenthalts, mit dessen Verlauf ein zunehmendes Desinteresse an der Welt des »Flachlandes« einhergeht. Der Italiener Lodovico Settembrini, Aufklärungsoptimist und »Zivilisationsliterat«, Republikaner und Humanist, der im Abschnitt "Satana" seinen ersten Auftritt hat (»Bosheit, mein Herr, ist der Geist der Kritik, und Kritik bedeutet den Ursprung des Fortschritts und der Aufklärung«) drängt ihn zur Abreise. Hans Castorp aber unterliegt der Faszination der Russin Clawdia Chauchat; sie vor allem hält ihn in dem Sanatorium zurück, bis es endlich im fünften von insgesamt sieben Kapiteln - der Abschnitt ist mit dem Titel "Walpurgisnacht überschrieben und spielt am Faschingsabend - zur Liebesbegegnung mit ihr kommt, vom Autor nur indirekt angedeutet.
Sieben Monate sind bis dahin verstrichen, und der sich anschließende Teil des Romans erzählt von der restlichen Zeit der insgesamt sieben Jahre, die Hans Castorp auf dem »Zauberberg« verbringt. Clawdia Chauchat reist ab, Settembrini zieht in das Dorf hinab. Auch Hans Castorps Vetter verläßt entgegen den ärztlichen Ratschlägen das Sanatorium und kehrt zum Sterben zurück. Zwei Personen treten nun vor allem auf: der Jesuit und Kommunist Leo Naphta (für den der Philosoph und Literaturtheoretiker Georg Lukács (1885-1971) Modell gestanden haben soll), der sich mit Settembrini erbitterte Diskussionen liefert, sowie Mynheer Pieter Peeperkorn, ein holländischer Kaffeepflanzer voller Vitalität, der Züge Gerhart Hauptmanns trägt und an dessen Seite Clawdia Chauchat wieder im Sanatorium erscheint. Aufgrund seiner »Ohnmacht, das Weib zur Begierde zu wecken«, wird Peeperkorn sich schließlich in den Tod flüchten. Zuvor allerdings gibt er Hans Castorp Gelegenheit, seine erotischen Begierden gleichsam sozialverträglich zu überwinden, dem männlichen Konkurrenzkampf zu entgehen und sich für Clawdia zum »guten Menschen«, für Mynheer Peeperkorn zum »Bruder« zu stilisieren. Nach Peeperkorns Tod und Clawdias endgültiger Abreise herrscht, wie ein Abschnitt überschrieben ist, der "große Stumpfsinn", gelindert nur durch die »Fülle des Wohllauts«, die ein Grammophon hervorbringt, auf dem Hans Castorp "Aida und "Carmen", vor allem aber Schuberts "Am Brunnen vor dem Tore hört. Ansonsten jedoch entwickelt sich eine »große Gereiztheit«, die zum Pistolenduell zwischen Naphta und Settembrini führt, bei dem beide sich dem Zwang, aufeinander schießen zu müssen, auf ihre Weise entledigen: Settembrini schießt in die Luft, Naphta tötet sich selbst. Das morbide Treiben - Hans Castorp sitzt schließlich am »schlechten Russentisch« und hat sich ein Bärtchen stehen lassen, »als Zeugnis einer gewissen philosophischen Gleichgültigkeit gegen sein Äußeres« - findet durch den »Donnerschlag« des Krieges ein unvermitteltes Ende; der Roman verliert seinen Helden als anonymen Soldaten im Angriff »aus den Augen«, mit Schuberts "Am Brunnen vor dem Tore" auf den Lippen: »Lebewohl Hans Castorp ... Deine Geschichte ist aus. Zu Ende haben wir sie erzählt; sie war weder kurzweilig noch Heilige es war eine hermetische Geschichte. Wir haben sie erzählt um ihretwillen, nicht deinethalben, denn du warst simpel.«
Die Zeit, die im traditionellen Bildungsroman die Perspektive der Fortentwicklung zu garantieren schien, birgt in Thomas Manns Roman keine Utopie mehr, wie auch die antithetischen Betrachtungen Naphtas und Settembrinis (»sie sind beide Schwätzer«) keine inhaltliche Synthese erfahren. Eine Kommentierung aus der Sicht Hans Castorps bietet der mit "Schnee" überschriebene Absatz des sechsten Kapitels, ein verkleinertes Modell des gesamten Romans und von Thomas Mann rückblickend gerne an den Schluß des gesamten Werkes positioniert, in dem Castorp sich auf Skiern in das Hochgebirge wagt, nicht ohne fortwährende Reminiszenzen an die beiden Kontrahenten (»Ach ja, du pädagogischer Satana... Übrigens habe ich dich gern. Du bist zwar ein Windbeutel und Drehorgelmann, aber du meinst es gut, meinst es besser und bist mir lieber als der scharfe kleine Jesuit und Terrotist..., obgleich er fast immer recht hat, wenn ihr euch zankt ...«), und dort im Schneesturm sich verirrt, im Kreis läuft. Die Szene mündet in einen Traum mit der kursiv gesetzten Quintessenz: »Der Mensch soll um der Güte und Liebe willen dem Tod keine Herrschaft einräumen über seine Gedanken.« Diese Absage an die mit dem Tod verbundene Sinnlichkeit und die damit implizierte Aufwertung von Ethos und Bewußtsein wird jedoch nicht nur durch die Bemerkung relativiert, daß Hans Castorp schon bald nach seiner Heimkehr seinen Traum »nicht mehr so recht« verstand; bereits im Traum selbst erscheint der Tod - er ist »Freiheit, Durchgängerei, Unform und Lust« - als fortwährende Versuchung zum ekstatischen, auch von Erotik geprägten Leben, nur durch den gewissenhaften Vorsatz zu bändigen: »Ich will dem Tod die Treue halten in meinem Herzen, doch mich hell erinnern, daß Treue zum Tode und Gewesenen nur Bosheit und finstere Wollust und Menschenfeindschaft ist, bestimmt sie unser Denken und Regieren.« Nichts anderes als Thomas Manns eigene Lebensproblematik, die Suche nach dem Ausgleich von Leben und Geist, scheint letztlich im "Zauberberg" wieder auf. »Der Roman erzählt, je länger er dauert, desto weniger von Castorp und desto mehr von Thomas Mann«, so das Fazit von Martin Walser, der an diesem Beispiel eine vehemente Kritik am ironischen Erzählverfahren des Autors, seinem distanzierten Spiel mit Symbolen und Motiven übt, eine Kritik, die das Werk des Autors von Anfang an begleitet hat. Es wird allgemein als Kennzeichen der Klassizität Thomas Mann gewertet, daß eine literarische Nachwirkung seines Werkes kaum vorhanden ist, somit die Anmerkungen des Schriftstellers Walser eher eine Ausnahme darstellen, während für die Fachwissenschaft der Rang seines Werks und des "Zauberbergs" als »klassischer Roman« (H. Koopmann) im besonderen unbestritten ist.
(Kindlers Neues Literaturlexikon, Kindler Verlag, München.)

Saturday, March 29, 2008

Zehn Wahrheiten- Miranda July




Miranda July ist Alleskönnerin. Ihr Film "Ich und du und alle, die wir kennen" räumte völlig zu Recht in Cannes die Goldene Palme fürs beste Erstlingswerk ab. Sie beweist Musikgeschmack, wenn sie in einem Video von Blonde Redhead auftritt.

Zusammen mit dem Künstler Harrell Fletcher ist sie für eine hoffnungsrettende Internetseite verantwortlich, auf der Vorschläge gesammelt werden, wie man sich selbst und sein Leben zu lieben oder zumindest besser auszuhalten lernt. Und jetzt hat sie mit "Zehn Wahrheiten" auch noch einen Kurzgeschichtenband veröffentlicht,

der die Bestmarke des Genres ein ganzes Stück nach oben verschiebt.

Wie bei so ziemlich allen Projekten der 34-jährigen Amerikanerin, wimmelt es auch in den Erzählungen von einsamen, überforderten und verzweifelten Helden. "Wir hatten Menschen geliebt, die wir nicht wirklich hätten lieben sollen,

und dann andere Menschen geheiratet, um unsere hoffnungslose Liebe zu vergessen, oder wir hatten einmal Hallo in den Hexenkessel Welt hineingerufen und waren schnell weggerannt, ehe jemand antworten konnte", charakterisiert die Erzählerin von "Es war Romantik" die Teilnehmerinnen eines Selbstfindungskurses, und diese Beschreibung gilt auch für die Figuren der anderen Geschichten.
Die Allrounderin July sucht sie in ihren Alltagswelten und begleitet sie bei der Liebessuche. Sie schaut so genau hin, dass die Realität verschwimmt und ihr somit Raum zur Poetisierung der kleinen Skurrilitäten des Lebens lässt. Ein Lesevergnügen sondergleichen.

Julys feiner, ganz und gar nicht ausgestellter Humor bewahrt sie dabei vor dem Kitsch.

Und allein die unkonventionelle Schönheit dieses Blickwinkels macht dem Leser Mut.

Happy Endings würden das nur wieder zerstören. http://www.kulturnews.de/

Wednesday, March 26, 2008

Sidereel- watch movies and series etc. online





A great site which allows you to wach movies, series, TV shows and much more online and for free, showing you differnet links to various servers.. Try it, it is easy and fun..

Sunday, February 24, 2008

Richard Brautigan - a great American writer




Investigating my private library I found a book by Richard Brautigan I once bought at a jumble sale and read it once again, fascinated by his writing style and sometimes surreal content with a very special flair..
Check a great website below, which has a big archive of books, stories and poetry of Brautigan.


http://brautigan.cybernetic-meadows.net/tiki-index.php

Sunday, February 17, 2008

Jarvis Cocker invading stage at Brit Awards 1996

In 1996 a great moment of show history took place when Jarvis Cocker invaded the stage because he felt disgusted of Michael Jackson and tried to "save" some children from him. He was taken to prison for one night after that incident but his strenght to be authentic and show when he feels a situation is contradicting made his fans (like me) love him even more..

An official statement from Jarvis himself followed the next day:
My actions were are form of protest at the way Michael Jackson sees himself as some kind of Christ-like figure with the power of healing.
The music industry allows him to indulge his fantasies because of his wealth and power. People go along with it even though they know it's a bit sick.
I just couldn't go along with it anymore. It was a spur of the moment decision brought on by boredom and frustration.
I just ran on the stage and showed off. I didn't make any physical contact with anyone as far as I recall. I certainly didn't push anyone offstage.
I find it very insulting to be accused of assaulting children. All I was trying to do was make a point and do something that lots of other people would have loved to have done if only they'd dared.


Jarvis meets Michael Jackson

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Tuesday, January 15, 2008

Face Morphing



A very interesting online experiment I found which is on top free. upload a front facing picture of yourself and you can morph it with an celebrity or anyone else you like to upload a picture. it shows you the exact average between you and the other person. it is absolutely fascinating.


The picture above is a morph between me and Gisele Bundchen..